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Einführung
Es ist heute üblich, auch das Thema Umwelt anzusprechen. Seit vor
etwa zehn Jahren der Umweltgedanke begann, in das politische und persönliche
Bewußtsein vorzudringen, wurde viel über Ökologie geredet.
Wir bei Interface begnügten uns nicht damit, reine Lippenbekenntnisse
zu diesem Thema abzugeben, sondern haben durch konkrete, positive Aktionen
die Umwelt an die Spitze unserer Tagesordnung gesetzt. Unser Chairman
Ray Anderson umschreibt dies so: "Wir streben an, die erste umweltgerechte
Firma der Welt zu werden und damit auch das erste Unternehmen, das unsere
Natur wiederherstellt."
Die Problemstellung
Die Industrialisierung entwickelte sich in einer völlig anderen Welt
als der, in der wir heute leben: viel weniger Menschen, geringeres Materialbewußtsein,
reichliche Rohstoffvorkommen. über die Jahre entwickelte sich so
ein hochproduktives Industriesystem nach dem Motto "Ausbeuten - Produzieren
- Wegwerfen", welches von beinahe unerschöpflichen Rohstoffvorkommen
und unbegrenzten Mülldeponien ausging, in denen der Industriemüll
gelagert werden konnte. In der Industrie werden täglich riesige Mengen
an Material bewegt, abgebaut, erschlossen, ausgebaggert, weggeworfen,
gepumpt und aufbereitet. Wir bei Interface wissen, daß wir ein Teil
dieses Problems sind. Daher müssen wir, um den Materialverbrauch
und die Müllproduktion zu reduzieren, ganz genau unseren ein- und
ausgehenden Materialfluß analysieren. Nur dann können wir die
notwendigen Maßnahmen abschätzen und ergreifen.
Unsere Lösung
Wir sind bestrebt, Möglichkeiten zu finden, die sowohl gesellschaftliche
als auch umweltbezogene Notwendigkeiten berücksichtigen. Dies gelingt
uns durch die Entwicklung eines industriellen Produktionssystems, das
die Belastungen für die Natur drastisch reduziert. Wir glauben, daß
wir am Rande der "nächsten industriellen Revolution" stehen,
die unsere Betrachtungsweise der Erde bedeutend verändern wird, wie
wir uns auf ihr zurechtfinden können, welche Systeme überleben
werden und welche nicht. Alles, was wir tun, wird daher völlig neu
überdacht und definiert. Unser Ziel ist, den Weg zu dieser Revolution
zu bereiten und das erste umweltgerechte Unternehmen der Welt zu werden.
Umweltgerechtes Verhalten
Ein angemessener Umgang mit unserer Umwelt, der Natur und der Gesellschaft,
ist bei den tausenden von Einflüssen durch die Geschäftswelt
eine komplexe Aufgabe. Wir versuchen, dieser Aufgabe umfassend gerecht
zu werden, indem wir darüber nachdenken, wie wir unsere Produkte
entwickeln, herstellen, benutzen und wiederverwerten.
Interface hat für sich selbst sieben Meilensteine auf dem Weg zu
einem umweltgerechten Verhalten festgelegt:
1. Müll vermeiden - nicht nur reduzieren.
2. Alle Emissionen ungiftig machen.
3. Den Energieverbrauch reduzieren und nicht-erneuerbare. Energien
durch umweltgerechte ersetzen.
4. Den Kreislauf schließen, d.h. Prozesse und Produkte so
gestalten, daß sie nach Herstellung und Gebrauch zyklisch einer
Wiederverwertung, u.U. in anderer Form und mit anderem Nutzen, zugeführt
werden.
5. Die zum Transport von Menschen und Produkten eingesetzte Energie
reduzieren.
6. Eine Gemeinschaft von Arbeitern, Kunden und Lieferanten bilden,
in der die Funktionsweisen natürlicher Systeme und unser Einfluß
darauf verstanden wird.
7. Die wirtschaftlichen Ziele neu definieren, sodaß sich
das Geschäft nicht am Ausverkauf der Zukunft unseres Planeten beteiligt.
ISO 14001
Dies ist eine internationale Umweltschutz-Norm, die das Vorhandensein
eines formellen Umweltmanagementsystems erfordert. Bei Interface Fabrics
ist sie seit den Tagen von Camborne Fabrics 1996 in Kraft und nur ein
Aspekt der umfangreichen Bemühungen, die mit der Frage eines umweltgerechten
Verhaltens verbunden sind.
Kennzeichen der ISO 14001:
- Register mit Auswirkungen auf die Umwelt und Gesichtspunkten, die beim
Beschreiben der Umwelteinflüsse jedes einzelnen Geschäftsbereiches
berücksichtigt werden müssen, einschließlich vollständiger
Audits der Lieferanten.
- Register der britischen und europäischen Gesetzesanforderungen,
die beachtet werden müssen.
- Formelle Verfahren für alle Geschäftsbereiche, die Auswirkungen
auf die Umwelt haben: Rohstoffe, Müllentsorgung, Energiefragen, Wasserkreislauf,
Notfallmaßnahmen, Transport und Treibstoff, usw.
- Ziele und Zielvorstellungen im Umweltbereich, mit formellen, zweimal
jährlich durchgeführten Bestandsaufnahmen, inwieweit diese erreicht
wurden. Aktuelle und frühere Ziele waren: Erforschung weiterer Energiesparmaßnahmen;
Prüfen der Einsatzmöglichkeiten für mehr umweltgerechte
und umweltfreundliche Rohstoffe, Farbstoffe, Chemikalien und Verpackungen;
Neuuntersuchung des Waschprozesses im Hinblick auf die Reduzierung der
Abwässer.
Terratex®
Terratex ist ein Symbol für unsere Verpflichtung zu einer verantwortungsbewußten
Fertigung und eine Garantie, daß ein Stoff vier entscheidende Kriterien
erfüllt:
1. Der Stoff wird zu 100% aus Recyclingstoffen privater und/oder
industrieller Nutzung hergestellt.
2. Der Stoff wird aus einem einzigen Fasertyp und ohne Verstärkung
mit anderen Stoffen hergestellt, um recyclingfähig zu sein.
3. Der Stoff wird zunehmend mit umweltgerechten Fertigungsprozessen
hergestellt.
4. Der Stoff entspricht oder betrifft Normen für Qualität
und Verhalten, die für mit konventionellen Maßnahmen hergestellten
Stoffe aus ungebrauchten Materialien gelten.
Dies ist eine Revolution
Die Textilindustrie war einer der Katalysatoren der ersten Industriellen
Revolution, die uns auf den Weg zur Vernichtung unserer Umwelt geführt
hat. Ihr geschichtlicher Einfluß auf die Umwelt ist gut dokumentiert,
vor allem was Wasserverbrauch, Einsatz von Chemikalien und Farbstoffen
und die Produktion von Abwässern betrifft.
Heute hat die Textilindustrie, hat Interface die große Chance,
die Welt in die nächste industrielle Revolution zu führen -
eine alles in allem bessere, angenehmere, erneuernde Revolution, in der
sich die Industrie natürliche Systeme zum Vorbild nimmt und das Ziel
ihres und unseres Weges neu bestimmt: Umweltgerechtes Verhalten.
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